Die Talfahrt der Wirtschaft geht immer weiter und viele namhafte Wirtschaftswissenschaftler, so auch der aktuelle Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman der erst kürzlich äußerte das die amerikanische Autoindustrie seiner Meinung nach zum scheitern verurteilt sei, sind der Meinung das die Talsohle der weltweiten Rezession noch nicht erreicht ist.
Was einst schleichend mit Überspekulation von Immobilienkrediten aus den USA begann die Weltwirtschaft zu “infiltrieren” hat sich mittlerweile zu einer ausgewachsenen Wirtschaftskrise entwickelt. Immer mehr und mehr Branchen sind betroffen: Immobilien,Banken,Autoindustrie und teilweise auch schon der Einzelhandel.
Überall suchen nun Banken, Autobauer und andere Konzerne Hilfe beim Staat. In den USA allein ist ein 700 Milliarden Hilfspaket für die Banken vorgesehen. GM,Ford und Chrysler fordern zusammen einen 34 Milliarden Kredit vom Staat andernfalls so sagen sie drohe ihnen der Konkurs noch vor dem Jahresende.
Auch in Deutschland gab es bereits finanzielle Unterstützung für bankrotte Unternehmen. Natürlich greifen die Regierungen in diesen Zeiten nicht nur Großkonzernen sondern auch den Bürgern unter die Arme – zumindest versuchen sie es.
In Deutschland wurde bereits ein Maßnahmenkatalog (z.B. 1 Jahr keine Kfz-Steuer bei Kauf eines umwelschonenden Neuwagens) beschlossen, welcher die deutsche Konjunktur wieder ankurbeln soll dafür aber Bund und Länder mit weiteren Milliarden verschuldet.
Auch ein Konsumgutschein war im Gespräch, der die Wirtschaft kurzfristig wieder stärken sollte indem man jedem Bürger 500 Euro zum verblasen im Einzelhandel schenkt. Meiner Meinung nach totaler Schwachsinn.
In Zeiten der Rezession muss der Staat sich antizyklisch verhalten und so auch den Bürger anregen sich antizyklisch zu verhalten um die Wirtschaft wieder zum laufen zu bringen (soweit ist der Ansatz also richtig) nicht aber indem er sich weiter verschuldet.
Eine sofortige Senkung der Mehrwertsteuer könnte dies zum Beispiel bewirken und würde nicht nur wie die Sozialdemokraten monieren die “Reichen” begünstigen.
Dass das antizyklische Verhalten der Weg aus der Rezession ist, ist auch genau das was die Presse den Menschen nun klar machen muss. Wir müssen weg von der Schwarzmalerei, die jeden Tag durch die Medien geht und den “wirtschaftlich weniger gebildeten Menschen” zum sparen anregt, was in einer Wirtschaftskrise eben genau falsch ist.
Um die Konjunktur wieder zu stärken muss Geld in den Einzelhandel fließen und weiter investiert werden auch in risikobehaftete Branchen wie dem Web 2.0. Innovative Ideen mit krisenfester und lukrativer Monetarisierung funktionieren auch in einer Rezession und verhelfen sogar zu einem Wiederaufschwung.
Es bleibt spannend, wie sich das weltwirtschaftliche Geschehen weiter entwickeln wird und welche Branchen noch von der Rezession betroffen sein werden.
Das nächste große Beben wird der Otto Normalverbraucher wohl nach dem treffen der OPEC am 17.12 zu spüren bekommen. Dort will man für eine künstliche Ölknappheit (durch geringere Förderungen) sorgen um somit den Öl-Preis (also auch den Benzinpreis der dann beim Endverbraucher ankommt), wieder in die Höhe zu treiben.
Kommentare
Die Presse berichtet
OPEC Konferenzg | defc0n1
[...] 151. OPEC Treffen hat heute stattgefunden. Wie bereits hier berichtet wollte man über die künstliche Verknappung der Öl-Vorkommen bzw. ...

